KCK TalentsCup - Impressionen aus dem Jahr 2020

 

Rennwochenende in Kerpen (25.07-26.07.)

Während der ROK-Cup seinen Saisonstart bereits in der letzten Woche feierte, beendete beim Rennwochenende in Kerpen auch der Kart-Club Kerpen Talents Cup seine Corona-Zwangspause und war erstmals in diesem Jahr Teil der ROK-Serie. 24 Fahrer im Alter zwischen neun und zwölf Jahren waren am Start und begeisterten auf ganzer Linie.
Zunächst einmal gebührte dem Talents Cup die Ehre, das erste Qualifying des Rennsonntages allen auszutragen. Wie bei den vorherigen Zeittrainings dominierte auch hier Marcell Korchukov, der von Beginn an die Spitzenposition innehatte und diese auch nicht mehr hergab. 52,4 Sekunden bedeuteten für ihn die Pole für Rennen eins. Hinter dem Spitzenreiter positionierten sich gleich drei Rookies. Bärenstark fuhr der neunjährige Tom Wickop auf Platz zwei gefolgt von den zwei gleichaltrigen Fahrern Maximilian Pilch und Marlon Di Salvo, die ebenfalls ablieferten.
Auch der Rennbetrieb wurde durch die jungen Sprösslinge eröffnet – wenn auch mit etwas Verspätung. Weil sich einige Fahrer in der Formationsrunde nicht in dem für sie erlaubten Korridor befanden, musste der Start abgebrochen werden. Auch im zweiten Versuch gab es nicht regelkonforme Abweichungen, die eine dritte Formationsrunde nötig machen. Ganz nach dem Motto alle guten Dinge sind drei ging es dann aber endlich los. Pole-Sitter Korchukov ließ sich vom verzögerten Rennstart nicht aus der Konzentration bringen und behielt seine Führung in der ersten Runde. Schnell verschaffte er sich einen mehrsekündigen Vorsprung vor dem Zweitplatzierten auf den Maximilian Pilch. Dahinter bekam der von zwei gestartete Wickop mächtig Druck von seinen Kontrahenten Mathilda Paatz und Tommie Lyckama, verteidigte sich aber geschickt, sodass zunächst kein Vorbeikommen an ihm war. Stattdessen nutzte Marlon Di Salvo seine Chance und zog an seinen beiden Vorderleuten vorbei – und das in nur zwei Kurven! Durch die vielen Positionswechsel zog sich das Feld so sehr zusammen, dass lange Zeit neun Fahrer um Position drei kämpften. Der gute Speed von Di Salvo ganz vorne in der Gruppe sorgte dafür, dass des für den Zweitplatzierten Fahrer Max Pilch zum Schluss noch einmal eng wurde, mit einer halben Sekunde Vorsprung rettete er sich allerdings letztendlich doch noch ins Ziel. Vorne fuhr der 12-jährige Marcell Korchukov einen souveränen Start/Ziel-Sieg nach Hause, den er im letzten Umlauf sogar noch mit der schnellsten Rennrunde untermauert.
Der Rennsieger „Wir haben hier in den Trainings sehr schnell verstanden, was wir machen müssen. Das ist einer meiner Heimatstrecken, hier gefällt es mir sehr gut. Im Quali bin ich dann einfach als Erster rausgefahren, damit ich nicht behindert werden kann, das ging super auf“, freut sich Korchukov über das gelungene Wochenende. Für das zweite Rennen gibt er ein wichtiges Ziel aus: „Ich muss in der ersten Kurve innen zu machen, damit da keiner einen Versuch wagt. Danach versuche ich mich wieder schnell abzusetzen, um nicht in irgendein Scharmützel zu geraten. Als Hauptkonkurrenten sieht Korchukov Vincent von Malsch. Und das nicht ohne Grund: Von Position 20 kämpfte sich von Malsch sensationell bis auf Platz sechs nach vorne und war zweifelsohne das Steh-auf-Männchen des Tages. Für das zweite Rennen will er sogar noch mehr: „Auf Platz drei möchte ich schon kommen, wenn alles gut funktioniert könnte sogar Position zwei drin sein.“
Dazu sollte es in Rennen zwei aber nicht kommen, denn von Malsch kollidierte früh mit Maximilian Pilch, was beide hoffnungslos zurückwarf. Vorne gab es ein ähnliches Bild wie in Rennen eins: Marcell Korchukov setzte sich früh vom Rest des Feldes ab, auch Marlon di Salvo konnte sich nach einem Überholmanöver in Runde 1 von der Verfolgergruppe lösen. Richtig gut machte es auch Max Lindemann, der im ersten Rennen nach einem Missverständnis am Start bis auf Rang 21 zurückfiel, sich aber wieder bis auf Platz 13 vorkämpfte. Im zweiten Versuch klappte der Start besser, dazu gewann Lindemann wieder mehrere Positionen, was ihm letztendlich Platz sechs einbrachte. „Ich bin richtig zufrieden mit meinen beiden Rennen, es war auch das Maximum denke ich, mehr kann ich mir da nicht erwarten nach dem Missgeschick im ersten Rennen“, zeigt sich Lindemann genügsam. An der Spitze ließ derweil Marcell Korchukov erneut keine Zweifel am Sieger und überquerte die Ziellinie erneut als Erster. Damit vollendete er den sogenannten Grand Slam, d.h. Bestplatzierter in jedem Training, Qualifying und Rennen sowie die schnellste Rennrunde. Zwei Triumphe bedeuteten natürlich auch den Tagessieg, den er sich vor Marlon di Salvo und der schnellsten Dame im Feld Mathilda Paatz sicherte.
Am 16. August geht es für den KCK Talents Cup in Liedolsheim weiter.

Rennwochenende in Liedolsheim (15.08.-16.08.)

Drei Wochen nach dem Saisonstart in Kerpen ging es für den KCK Talents Cup diesmal in den Süden Deuschlands, genauer gesagt nach Baden-Würtemberg zur Kartbahn Liedolsheim, die nördlich von Karlsruhe beheimatet ist.

Im Qualifying sicherte sich Erik Wiegel die Pole Position, der allerdings nur bei den ROK Minis mitfährt und somit kein Teil des Talents Cup ist. Innerhalb von einer halben Sekunde befanden sich hinter Wiegel gleich fünf Fahrer des Talents Cups. Den besten Job lieferte dabei Phil Collin Strenge ab, der auf Position zwei raste. Der Doppelsieger aus Kerpen Marcell Korchukov sicherte sich Startplatz drei, Vincent von Malsch ging von der vier ins Rennen. Mit nur 0,445 Sekunden Rückstand auf die Spitze gelang auch Mathilda Paatz auf Position fünf eine gute Runde. Rookie Maximilian Pilch stach ebenso heraus, denn der Neunjährige strotzte der deutlich erfahreneren Konkurrenz und stellte sein Kart auf Rang sechs.

„Wir trainieren richtig oft hier, weil ich nur eine Stunde entfernt wohne. Im Qualifying hat mir das natürlich geholfen, das Rennen ist aber eine ganz andere Sache. Ich muss versuchen, nach dem Start direkt nach innen zu gehen, um die Tür für die anderen zu zu machen und vorne zu bleiben“, denkt Phil Strenge nach dem Zeittraining direkt ans Rennen. Dort sieht er vor allem einen Hauptgegner: „Marcell Korchukov ist ein guter Fahrer und fährt sehr konstant. Unter Umständen könnte auch Mathilda Paatz eine Gefahr werden, die hatte zu Beginn niemand auf dem Schirm, aber sie hat viel trainiert und ist richtig schnell geoworden.“

Ein Sonderlob von der Konkurrenz für die schnellste Dame im Feld, die an diesem Wochenende ein echtes Mammutprogramm abspulte, da sie gleich in zwei Klassen antrat – und das bei diesen hitzigen Temperaturen! „Ich fahre nicht zum ersten Mal eine Doppelklasse. Es ist zwar anstrengend, aber der Ehrgeiz dafür ist da und es gibt mir neben dem großen Spaß auch mehr Erfahrung“, sieht die 12-Jährige die Doppelbelastung als Vorteil. Sorgen um ihre Fitness muss sich dabei keiner machen, denn mit Skifahren, Thaiboxen und Tanzen ist sie neben dem Kartfahren auch so eine echte Sportskanone.

Vor dem Rennen erklärt Rookie Elias Tittus (Startplatz 18) die Unterscheide zum letzten Rennen: „In Kerpen gibt es weniger Geraden, außerdem unterscheiden sich die Kurven bei der Geschwindigkeit deutlich. Es gibt hier gute Überholmöglichkeiten, selbst im langsamen letzten Teil kann man mit der richtigen Linienwahl vorbeikommen am Vordermann. Es ist hier also schon leichter, am Gegner vorbeizufahren.“ Dieser Eindruck sollte sich im Rennen bestätigen – wenngleich zunächst nicht an der Spitze.

Im ersten Lauf erwischten die beiden Vorausfahrenden, Erik Wiegel und Phil Colin Strenge einen miserablen Start: Während das Kart des Polesitters gar nicht erst ansprang, gab es auch bei Phil Colin Strenge Probleme.  An die Spitze schob sich daher Marcell Korchukov, gefolgt von Vincent von Malsch und Mathilda Paatz. Im hinteren Teil des Feldes krachte es gleich zu Beginn, mehrere Karts waren in den Unfall verwickelt. Und schon wieder war Pechvogel Elias Tittus darin verwickelt. Nach technischen Problemen in Kerpen war es auch in Liedolsheim wieder ein gebrauchter Tag für den Rookie. Vorne zeigten Korchukov und von Malsch in den Runden darauf, warum sie sich im Förderkreis des Kart-Club-Kerpens befinden und entflohen dem Feld. Nach dem verpatzten Start musste sich Phil Collin Strenge dagegen durch das gesamte Vorderfeld kämpfen, um wieder den Anschluss nach ganz oben herzustellen. Sehenswert schnappte er sich Vincent von Malsch in Kurve fünf, sodass er bald auf Position drei war und die Verfolgung des mittlerweile zweitplatzierten Marlon di Salvo aufnahm. In der allerletzten Runde des Rennens nahm Strenge den Mut zusammen und überholte Pilch, dabei schlüpfte Maximilan Pilch ebenfalls mit durch und holte sich damit das Podest ab. Ungeachtet fuhr Marcell Korchukov einen komfortablen Sieg ein, es hieß nun drei aus drei für ihn, da er bereits in Kerpen beide Rennen für sich entschieden hatte. „Die Probleme der anderen am Start haben mir natürlich geholfen, weil ich da direkt vorne bleiben konnte. Von da an wusste ich, dass die Chancen auf den Sieg sehr gut sind. Am Ende konnte ich einen großen Vorsprung herausfahren“ zeigt sich der Rennsieger zufrieden. Für das zweite Rennen sieht er ein spannendes Duell: „Mit Sicherheit ist Phil Colin Strenge der Hauptgegner. Ich war das ganze Wochenende ein bisschen schneller, aber trotzdem respektiere ich ihn und weiß, dass er eine Gefahr ist.“ Mit dieser Aussage sollte der der 12-Jährige Recht behalten…

In Lauf zwei behielt Korchukov am Start die Führung, dahinter geriet Phil Collin Strenge unter Druck von Marlon di Salvo. Vincent von Malsch hatte ebenfalls den Drang auf ein Podium, konnte den Speed des Spitzentrios aber nicht ganz mitgehen. An der Spitze gelang es Strenge nach ein paar Runden tatsächlich, an den Dominator Korchukov heranzufahren. An den besten Überholpunkten in Kurve drei und sechs war er aber zunächst nicht nah genug dran, um einen Versuch zu starten. Dahinter befand sich Marlon di Salvo im Logen-Platz und hielt sich seinerseits mit Attacken zurück – das sollte sich am Rennende noch für ihn auszahlen. Denn in den darauffolgenden Runden kam Strenge in Schlagdistanz von Korchukov und wurde allmählich ungeduldig. Immer wieder gab er dem Heck seines Konkurrenten einen kleine Schubser, drei Runden vor Schluss war es dann endlich soweit: In Kurve drei geht Marcell Korchukov weit, was Phil Strenge eiskalt ausnutzt und die Spitzenposition einnimmt. Dass Korchukov nicht nur vorneweg fahren kann zeigt er direkt einen Umlauf später, als er sich an gleicher Stelle die Führung zurückholt. Rad an Rad gehen die beiden in die letzte Runde, diesmal wechselt die Führung sogar zweimal, beide Fahrer kämpften erbittert. Im langsamen letzten Teil der Strecke dann aber das Fiasko. Strenge will unbedingt einen Weg an Korchukov vorbeifinden, was zu einer Berührung der Karts führte. Dies endete für beide in einer miserablen Beschleunigung auf die Zielgerade. Nutznießer dieses Vorfalls wurde Marlon di Salvo, der seine Chance nutzte und an beiden Kontrahenten vorbeizog. Über die gesamte Schlussphase hinweg ließ er die beiden Streithähne ihren Kampf ausfechten und wartete geduldig auf seine Möglichkeit. Seine Rennintelligenz wurde mit dem Sieg belohnt. Im Ziel konnte es di Salvo kaum fassen, als Gewinner aus dem Rennen gegangen zu sein und freute sich riesig. Ganz anders war die Stimmung von Marcell Korchukov, der im Parc Ferme Phil Strenge zur Rede stellte und seinen Unmut äußerte. Am 29. September treffen die beiden Rivalen und alle anderen Fahrer des Talent Cups wieder aufeinander. Spannung ist nach diesem Ausgang garantiert!

Rennwochenende in Kerpen (05.09-06.09.)

Im Qualifying zeigte Marcell Korchukov wie schon bei ersten Rennwochenende, dass der Erftlandring zu seinen absoluten Lieblingsstrecken gehört. Mit 0,3 Sekunden sicherte sich der Pilot aus dem Förderkreis des Kartclub Kerpens die Pole. Sein Hauptkonkurrent des letzten Events in Liedolsheim -Phil Colin Strenge – konnte auf eine Runde nicht ganz mithalten und musste sogar Mathilda Paatz den Vortritt lassen, die eine extrem schnell Runde in den Asphalt brannte und sich im Kampf um die erste Startreihe um 0,06 Sekunden gegen Strenge durchsetzte. „Wir hatten leider nur einen Windschatten in der gesamten Qualifikation, den ich mir auch nicht so gut vorgelegt habe. Das wäre für einen guten Topspeed aber unbedingt nötig gewesen“, nimmt Strenge die Schuld auf die eigene Kappe, sieht aber für das Rennen keineswegs schwarz: „Am Start kann man sich, wenn man dicht hinter dem Führenden bleibt, schon auf Platz zwei vorarbeiten, dann ist alles möglich.“ Angst vor einer Kollision mit Korchukov wie in Liedolsheim beseht ebenfalls nicht: „Es könnte natürlich wieder passieren, Motorsport ist schließlich auch Kontaktsport. Aber letztes Mal war es nicht so schlimm, wir hatten einfach unterschiedliche Vorstellungen und dann ist es eben passiert. Im Kampf der Rookies setzte Tom Wickop ein wichtiges Lebenszeichen und qualifizierte sich erstmal als schnellster aller Neulinge. In der Zeitentabelle fand sich der Neunjährige auf Position fünf wieder und damit einen Platz vor seinem Rivalen Marlon di Salvo.

Rennen eins startete sowohl für Marcell Korchukov als auch für Phil Strenge genau nach Plan. Während Ersterer die Spitzenposition verteidigen konnte gelang es Strenge, Mathilda Paatz gleich auf den ersten Metern zu überholen. Nach einer zunächst guten Reaktion ging es für Vincent von Malsch dagegen leicht rückwarts am Start. Von vier gestartet verlor er im Getümmel ein paar Positionen und fand sich nach der ersten Runde nur auf Rang sieben wieder. Das Feld sortierte sich in den darauffolgenden Umläufen. Die Spitze bestand aus einem Quartett, das neben den bereits erwähnten drei Schnellsten aus dem Zeittraining durch den starken Rookie Tom Wickop komplettiert wurde. Jeder der vier Piloten hielt dabei ein wenig Sicherheitsabstand zum Vordermann – mit Sicherheit nicht ganz freiwillig. Den Speed für die Führungsgruppe hatte auch Vincent von Malsch, der sich aber am vor ihm fahrenden Marlon di Salvo die Zähne ausbiss. „Er hat hart verteidigt, auf keinen Fall unfair, aber ich wäre glaube ich nicht so gefahren“, erklärt von Malsch nach dem Rennen.

Wie man eiskalt überholt, zeigte vor allem Ben Gallert. Ähnlich wie in Liedolsheim zeigte der 11-Jährige eine furiose Aufholjagd. Und kämpfte sich von Rang 15 auf P9. Eine tolle Leistung, sitzt Gallert doch erst seit einem Jahr im Kart. Leidtragender seiner aggressiven Herangehensweise wurde insbesondere Elias Tittus, der mit Gallert kollidierte und das Rennen daraufhin aufgeben musste. Währenddessen teilte sich die Vierergruppe an der Spitze in zwei Duelle auf. Ganz vorne verfolgte Phil Strenge Marcell Korchukov, während Mathilda Paatz und Tom Wickop um den verbleibenden Platz auf dem Podium kämpften. Doch sowohl Strenge als auch Wickop gelang es nicht, in Schlagdistanz zu ihren Vorderleute zu kommen, weswegen Marcell Korchukov nach seinem Doppelsieg beim Saisonauftakt schon wieder in Kerpen triumphierte. Im zweiten Lauf sollte es wieder zu einem Duell um den Sieg kommen, allerdings mit deutlich mehr Spannung.

Denn in Rennen zwei gab es bereits vor dem Start einen Paukenschlag: Weil sein Motor einfach nicht anspringen wollte, schaffte es Phil Colin Strenge nicht rechtzeitig loszufahren und musste somit von der Boxengasse loslegen. Damit ging der zweite Platz am Start an Mathilda Paatz. Ein Geschenk, das die 12-Jährige bestmöglich ausnutzte – dazu gleich mehr. Ebenfalls gute Nachrichten gab es für Vincent von Malsch: Er musste sich diesmal nicht das gesamte Rennen einen Weg an Marlon di Salvo vorbei suchen, sondern schnappte sich den Führenden in der Rookie-Wertung bereits am Start.

Phil Strenge erlebte dagegen ein echt gebrauchtes Rennen, denn nach seinen Schwierigkeiten zu Beginn musste er wenige Runden später endgültig aufgeben. Für eine richtige Aufholjagd sorgte dagegen Elias Tittus, der sich von Platz 24 auf Position 15 verbesserte. Nach den vielen Ausfällen konnte der Rookie in Lauf 2 beweisen, was für einen Speed er mitbringt.

Das Hauptaugenmerk lag aber auf dem Kampf um den Sieg. Hier überraschte Mathilda von Paatz erneut, denn sie blieb nach dem Start ohne Probleme an Marcell Korchukov dran – mehr noch: In Runde drei wagte sie eine Attacke in Kurve zwei und setzte sich tatsächlich durch. Korchukov sammelte sich jedoch schnell wieder und konterte im drauffolgenden Umlauf. Paatz setzte aber ihrerseits wieder einen Konter. Abseits des packenden Duells um den Sieg fuhr Tom Wickop diesmal ein äußerst unauffälliges Rennen, denn sowohl nach vorne als auch nach hinten zu Vincent von Malsch klaffte bereits ab Rennmitte eine große Lücke. Das kann ihm allerdings herzlich egal sein, schließlich brachte der Rookie damit einen Platz auf dem Podium gegen die teils deutlich erfahrenere Konkurrenz zustande.

Derweil war der Sieg auch vier Runden vor Schluss noch nicht ausgefochten – im Gegenteil! Marcell Korchukov holte sich die Führung im Überhol-Hotspot Kurve zwei zurück, doch das ließ die schnellste Frau im Feld nicht auf sich sitzen und machte in der Runde danach die identische Aktion ihrerseits. Die Entscheidung fiel im zweitletzten Umlauf, als das Führungsduo auf ein überrundetes Kart traf. Beim Überrunden musste Korchukov länger warten, um eine Kollision zu vermeiden. Das gab Paatz den nötigen Raum, um den Sieg nach Hause zu fahren.

„Es wäre zu 100% in einem Crash geendet, wenn ich gleichzeitig mit Mathilda überrundet hätte. Das war ein bisschen Pech, aber immerhin bin ich in der Gesamtwertung noch Erster. Ich habe gute Punkte geholt und das ist das Wichtigste. Nichtsdestotrotz habe ich in der letzten Runde alles gegeben, um nochmal ranzukommen. Es war gefühlt die schnellste Runde in meinem Leben. Aber wenn es am Ende nicht reicht, dann ist es halt so“, schildert Korchukov das entscheidende Manöver aus seiner Sicht. Die strahlende Siegerin heißt Mathilda Paatz. „Ich habe nicht gedacht, dass ich Marcell überholen kann, aber ich war von Beginn an direkt hinter ihm und habe gemerkt, dass ich sein Tempo halten kann. Vor dem letzten Manöver ist er schlecht aus der letzten Kurve herausgekommen, da musste ich einfach reinhalten. Gut, dass er zurückgezogen hat“, erklärt Paatz ihren Schlüsselmoment im Rennen und freut sich, endlich mal ganz oben zu stehen: „Ich war noch nie Erste im Talents Cup, ich war immer hinter Marcell und habe mir vorgenommen, das zu ändern. Jetzt habe ich es endlich geschafft.“

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